Vom 10. bis zum 12. Juni standen in den Klassen der Waldschule wieder die Forscherprojekttage an. Der erste Jahrgang entschied sich für lebendige Forschung und ließ für die drei Tage Schnecken in den Klassenräumen einziehen. Für viele Kinder begannen die Forscherprojekttage schon zu Beginn der Woche, da sie in der Umgebung Schnecken suchten, diese pflegten und sie am ersten Tag der Forscherprojekttage mit in die Schule brachten.

Das Forschen begann am ersten Tag mit einem weißen Blatt Papier: Was weiß ich schon über Schnecken? Was möchte ich über Schnecken wissen? Aus diesen Überlegungen ergaben sich viele interessante und auch einige lustige Fragen: Wie viel wiegt eine Schnecke? Und: Was macht eine Schnecke eigentlich den ganzen Tag? Fragen, die das Forschen in der Grundschule so spannend machen!
In den ersten Stunden wurden einige Grundlagen zum Körper und zum Lebensraum der Schnecke besprochen, diese wurden nämlich für das Highlight des Tages benötigt: das Einrichten eines perfekten Schneckariums für die neuen Bewohner des Klassenraums.
Und so ging es raus in den Außenbereich des Schulgeländes, um alle Dinge zusammenzusuchen, die eine Schnecke zum Wohlfühlen braucht. Nach dem gemeinsamen Einrichten des Schneckariums wurde noch bestaunt, wie schnell sich die Schnecken in ihrem neuen Zuhause einlebten. Zum Abschluss des Tages wurde zum einen die ausreichende Belüftung des Schneckariums sichergestellt, zum anderen aber auch genau darauf geachtet, dass keiner der neuen Bewohner die große, weite Welt der Schildkrötenklasse für sich entdeckt.

Am zweiten Tag wurde dann richtig geforscht. Viele Experimente wurden durchgeführt, die sich insbesondere mit den Sinnen der Schnecke beschäftigten. Was macht eine Schnecke, wenn man ihr applaudiert? Gilt auch für eine Schnecke der Spruch „sauer macht lustig“? Und warum fressen sie so fleißig Mehlpampe? Bei der letzten Frage die Beantwortung der Frage wohl weniger spannend als die Schnecke mit ihrer Radula oder auch Raspelzunge beim Verspeisen der Mehlpampe genau zu beobachten. Viele Erkenntnisse wurden gesammelt, die uns wohl lange Zeit im Gedächtnis bleiben.

Der Lebenslauf der Schnecke und auch wie Schnecken sich fortpflanzen beschäftigte die Klasse am Freitag, ehe es wieder nach draußen ging, um die Schnecken wieder in die Natur zu entlassen. Einige Tiere haben eine neue Heimat auf dem Schulgelände gefunden. Andere wurden wieder in ihre alte Umgebung mitgenommen, schließlich zieht nicht jeden Schnecke gerne um! Viel zu schnell vergingen die Forscherprojekttage mit unseren schleimigen Mitbewohnern. Viele Fragen konnten beantwortet werden, einige Themen beschäftigen uns aber auch noch nach den Tagen im Sachunterricht. Die Vorfreude auf die Forscherprojekttage im kommenden Schuljahr ist auf jeden Fall schon groß!